WOLFORD WITH WOMEN - GESCHICHTEN ZUR ERMUTIGUNG

von Alexandra Otto 19/03/2021
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WOLFORD WITH WOMEN - GESCHICHTEN ZUR ERMUTIGUNG

Mit der WOLFORD WITH WOMEN Initiative schafft der österreichische Textilhersteller einen Raum zur Unterstützung und Ermutigung von Frauen auf der ganzen Welt. Prominente Vorbilder und ihre bestärkenden Geschichten sind die Vorbilder dafür. 

Seit über 70 Jahren unterstützt Wolford Frauen dabei, sich frei zu bewegen und sich großartig zu fühlen. Jetzt soll dieser Einsatz erneut bekräftigt werden: mit der Plattform WOLFORD WITH WOMEN werden sowohl Frauen aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart vorgestellt, um so deren Geschichten zu feiern und gleichzeitig Frauen von heute darin zu bestärken, die Herausforderungen ihres Alltags zu meistern.

Das Projekt wird durch den Autor und Journalisten Carmelo Abbate ermöglicht. Er war viele Jahre der  Sonderkorrespondent des wöchentlich erscheinenden Magazins Panorama. Jetzt ist er Gründer des digitalen Multimediaprojekts „Storie degli Altri“ (Geschichten der anderen), das sich über verschiedene innovative Kanäle präsentiert: soziale Netzwerke, Internetseiten, Bücher, Podcasts und Videos, die innerhalb von anderthalb Jahren auf ganz natürliche Weise eine Community mit einer halben Million Frauen erreicht haben.

Marlene Dietrich

Den Auftakt zu WOLFORD WITH WOMEN macht keine geringere als die Ikone Marlene Dietrich. Marie Magdalene wurde 1901 in Berlin geboren. Ihre Mutter setzt bei der Erziehung auf eine eiserne Faust, viel Bildung und wenig Freizeit. Sie bringt ihr bei, sich gut zu kleiden und ihr Äußeres zu pflegen.

Marie Magdalene ist vier Jahre alt. Sie spielt Violine und Klavier. Sie ist ein exzentrisches Kind. Sie sieht sich selbst im Spiegel an und sagt laut ihren Namen. Er hört sich nicht echt an, er gefällt ihr nicht. Marlene klingt viel besser. Sie möchte, dass alle sie so nennen. Sie wächst auf. Das kleine Mädchen mit den Zöpfen entwickelt sich zu einer Frau, die weiß, was sie will. Marlene singt und tanzt in Berliner Kabaretts. Ihre langen, sinnlichen Beine und die rauchige Stimme faszinieren nicht nur das Publikum. Sie wird von der Kinobranche entdeckt. Sie lässt sich darauf ein, jedoch unter der Bedingung, dass es nach ihren Vorstellungen läuft. Sie kommt in einem Herrenanzug, mit einem Zylinder und mit einer Zigarette zwischen ihren Lippen ans Set. Sie ist frech und vieldeutig. Sie überzeugt und fasziniert mit ihrer  Erscheinung.

Der Film „Der blaue Engel“ öffnet ihr die Türen nach Hollywood. Sie ist 28 Jahre alt. Marlene Dietrich präsentiert sich als Diva, das wird zu ihrer Rüstung, in der sie sich sicher fühlt. Sie färbt ihr Haar blond, hat dünne Augenbrauen und lässt sich Backenzähne entfernen, damit ihr Gesicht schmaler aussieht. Nichts wird dem Zufall überlassen. Sie heiratet, bekommt eine Tochter, zieht sie groß, beschützt sie, will sie ganz für sich alleine, doch die Rolle der Ehefrau liegt ihr nicht. Die Arbeit steht an erster Stelle. Es ist 1930. Der Film „Marokko“ wird veröffentlicht. Marlene singt in einem Frack, verlässt die Bühne und küsst eine Frau auf den Mund. Für die Presse ist es ein Skandal, sie lächelt dazu. Das bin ich, nehmt mich so oder lasst es. Niemals akzeptiert sie Einschränkungen, ist nie bereit für Kompromisse. Es sind die Fünfziger. Männer und Frauen in ihrem Bett, sie kommen und gehen, niemand bleibt. Der Alkohol hilft ihr, gegen die Einsamkeit anzukämpfen. Sie trinkt, aber sie ist keine Säuferin. 

Es ist 1972. Marlene ist in London für eine Show. Beim Verlassen der Bühne stürzt sie. Es ist Zeit, dass der Vorhang zum letzten Mal fällt. Sie zieht sich in ihr Pariser Zuhause zurück, legt die Diva ab und stirbt im Stillen. Ihr einziger Wunsch war es, in Berlin beigesetzt zu werden, bei ihrer Mutter. Denn wenn ich bei ihr bin, kann mir nichts passieren.